Bester Twitter Client
25 Reaktionen Da mich die Weboberfläche von Twitter schon ziemlich ankotzt (ja, das ist mit Sicherheit das richtige Wort), wollte ich mich mal umsehen, welche Twitter Clienten es denn so für den Desktop gibt. Nach einer langwierigen, schweißtreibenden und umfassenden Recherche (maximal 2 Minuten) habe ich alle in diesem Post aufgeführten Clienten gefunden. Der Test jener Clienten dauerte dann aber wirklich etwas länger. Für fast alle hier im Artikel aufgeführten Clienten braucht ihr allerdings Adobe AIR, welches ihr hier herunterladen könnt.
DestroyTwitter
Im Moment der Client meiner Wahl. Er macht einfach das, was er machen soll, sieht top aus und bietet alle Informationen, die man braucht. Übersichtlich aufgebaut, sofort nach der Installation perfekt eingestellt und Performancefreundlich. Schön auch: neuerdings gibt es Themes zum Download, um das Design zu verändern. Ein einziges Manko ist für mich, dass man nicht mehrere Twitter-Accounts einspeichern kann (na gut, manchmal wünsche ich mir auch, die Fensterbreite verändern zu können. Funktioniert auch nicht, wenn man einstellt, dass Home, @mentions und direct messages auf einmal angezeigt werden, also ein breites Interface). Wird kontinuierlich verbessert und weiterentwickelt.
TweetDeck
Im ersten Moment war ich erschrocken von der Größe des Fensters, welches sich öffnete. In meinen Augen ist Twitter es nicht wert, den ganzen Monitor in Anspruch nehmen zu dürfen. Es ist zwar ein manchmal recht qles Tool, aber eben nur Nebensache im Vergleich zum FireFox oder anderen Programmen, die man sonst noch so geöffnet hat. Ganz abgesehen davon halte ich es für überflüssig die @replies oder wie sie jetzt heißen @mentions (oben bereits erwähnt), direct messages und bei Bedarf die eigenen Favoriten immer im Fenster angezeigt zu bekommen – schließlich macht man davon relativ selten gebrauch, zumindest ich.
TweetDeck besticht auf den zweiten Blick aber mit erstaunlich vielen Einstellungsmöglichkeiten. So kann man mit einem einzigen Klick Tweetdeck in einen einspaltigen Twitter-Messenger verwandeln. Schön aber überflüssig (sehr überflüssig) finde ich die Einbindung weiterer Dienste in den Client wie z.B. FaceBook oder StockTwits, allerdings stört der Unschärfeeffekt der Icons stark. Und wo wir auch schon bei den Icons sind: Das Icon von TweetDeck selbst ist auch unterste Klasse. Das gelb ist giftig und wirkt als Hintergrund für die eckige Sprechblase alles andere als beruhigend. Auch kommt es mir ein wenig so vor, als würde TweetDeck relativ lange laden.
Ein weiteres Manko ist die Standardeinstellung des Programms. Einmal installiert benachrichtigt es einen bei jedem neuen Tweet mit einem nervenden Fenster und einem unangenehmen Geräusch. Wie aber bereits gesagt, lässt sich das alles glücklicherweise schnell einstellen, die Einstellungsmöglichkeiten sind groß. Sogar die Farbgebung kann man verändern, auch wenn es irgendwie wenig bringt, weil man zu viel testen muss.
Bestes Feature des Clienten: Man kann Gruppen erstellen und die eigenen Folower weitestgehend sortieren. Super!
twhirl
Wenn man twhirl installiert hat und es startet, bietet sich einem ein verhältnismäßig überraschendes Bild. Anstatt eines großen Fensters mit den Eingabefeldern für Benutzername und Passwort, öffnet sich ein mickriges Fenster im angenehmen twitter-türkisblau, welches sich schnell als Benutzermanager entpuppt. Wunderbar, man kann also schonmal mehrere Accounts parallel verwenden! Die Einstellungsmöglichkeiten kommen vermutlich nicht ganz an TweetDeck ran, aber guter Pluspunkt wäre noch die fixe Designumstellung (und es gibt durchaus einige brauchbare Themes, im oberen Screen sieht man “Magic black”) so wie die schnelle Sprachumstellung mit der Option “deutsch”. Die grafische Oberfläche ist auch sehr nett. Für Leute, die gerne wie bei TweetDeck alles auf einen Blick haben wollen (Home, @mentions und dms), ist dieser Client allerdings nichts, denn das ist hier nicht möglich. Was für mich persönlich nicht ganz so positiv ausfällt, ist die Performance. Die scheint mir nämlich nicht besonders gut, könnte aber durchaus an meiner uralten Gurke liegen. Wer einen halbwegs modernen Rechner hat, sollte damit keine Probleme haben
Als ich diesen Artikel anfing zu schreiben, benutzte ich DestroyTwitter. ich testete alle Clienten in der Reihenfolge, in der man sie hier nun auch sieht, während ich an dem Artikel schrieb. Schon nach zwei Minuten twhirl gab es für mich keine weitere Alternative mehr und es stand fest, dass DestroyTwitter mit gebeugten Haupte das Feld räumen muss. Von diesem Clienten bin ich einfach fasziniert! Letztes Manko: twhirl schreibt sich ungewohnt
snitter
Dieser Client hat mich stark enttäuscht. Nachdem ich ihn installiert habe, öffnete sich das gewohnte Bild: Ich musste meinen “Screennamen” (hatte bei der Bezeichnung bereits eine schlechte Vorahnung) und mein Passwort eingeben. Ich gab meine Daten ein, und es kam irgendein Fehler. Anschließend öffnete sich das Fenster zum Twittern. Alles weiß. Wo man seine Logindaten noch einmal eingeben kann für den Fall, dass man sich beim ersten Mal geirrt hat, weiß ich nicht. Die Optionen sind auch nicht berauschend, alles in allem eher lasch. Keine weiteren Versuche unternommen, es noch zum Laufen zu kriegen, da gibt’s ein Daumen runter (ach ja, und ehe ich mit snitter abschließe: die Farbe des Standardthemes hätte man durchaus anders wählen können)!
Tweetr
Dieser Client macht auf mich einen durchaus sehr schönen Eindruck. Das Besondere an diesem Client ist eindeutig die Einfachheit. Das Design ist simpel, es gibt nur die nötigsten, minimalen Einstellungen und die Anzeige der Tweets ist auch höchst einfach gehalten. Das Design ist edel und schlicht, gefällt also auf jeden Fall. Die nötigsten Funktionen an einem Platz gesammelt und das wars.
Für mich gänzlich ungeeignet, ich brauche immer etwas mehr Macht über meine Programme. Für Leute, die aber nur dem Webinterface von Twitter entlaufen wollen und etwas möglichst schlichtes haben der vermutlich beste Client, den es gibt.
Twitbin
Ein Client der anderen Art ist Twitbin. Es ist ein Plugin für Firefox und ist wohl das Tweetr des Firefoxes. Schlicht gehalten, die nötigsten Einstellungen sind vorhanden und fertig. Etwas schade ist, dass man die Sidebar von Twitbin nicht nach rechts verlagern kann (oder ich weiß nicht, wie es geht). Insgesamt finde ich es auch nicht soo toll, sehr viel gibt es dazu auch nicht zu sagen. Für manche Naturen mag es durchaus in Frage kommen, für mich nicht
TwitterFox
TwitterFox ist ein hübscher und schlichter FireFox Twitterclient, bei dem man alles wunderbar auf einen Blick sehen kann (Anzahl der neuen Tweets, Replies und Messages). Schnell geht das Einfügen des aktuellen Tablinks vonstatten, das kleine Fenster lässt sich schnell schließen und schnell öffnen.
Sowas nenne ich wirklich supi.
Fazit
Ich werde bei twhirl für den Desktop bleiben und beim Surfen den TwitterFox verwenden. Damit bin ich wohl am besten gewappnet.
Eine Anmerkung an meine Leser hätte ich aber noch: Dieser Artikel hat mich eine Menge Zeit und Arbeit gekostet, es wäre toll, wenn ihr ihn ein wenig hypen könntet, einen Kommentar hinterlasst oder ihn sogar verlinkt. Schließlich brauche ich etwas Motivation




















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