Rollenspielchen, die erfolgreich machen
Wie trifft man am besten den Nerv eines Lesers? Es gibt zwei entscheidende Faktoren. Zum einen ist es wichtig dem Besucher auf den ersten Blick zu vermitteln, worum es auf einem Blog geht. Dies geht natürlich relativ einfach, wenn ihr euch im Vornherein bereits eine Nische überlegt habt, in der ihr schreibt – im Gegensatz zu meinem Blog, der immernoch ein Nische sucht (mit der Nische “Bloggen” bin ich relativ unzufrieden). Dafür eignet sich wirklich super irgendein prägnanter, kurzer und aussagekräftiger Spruch zum Blog, den man dann irgendwo in den Header hauen kann – aber Vorsicht: sich solch einen Spruch zu überlegen ist alles andere als einfach!
Das Vorspiel
Ich möchte euch aber doch einmal ein paar Tipps in Form einer Schritt-für-Schritt-Anleitung geben, wie es leichter fällt:
- Welches einzelne Wort beschreibt am treffendsten, worum es geht? (wird in den meisten Fällen ein Substantiv sein)
- Lässt sich mit dem Wort irgendein Wortspiel treiben? Oder ein kleiner Reim? Tipp: Sehr hilfreich, um sich reimende Wörter zu finden: z.B. http://www.2rhyme.ch/
- Wenn euch ein Wort intuitiv im Zusammenhang mit eurem Startwort gefällt, so wählt es und schaut, wie man es möglichst kurz in Zusammenhang stellen kann
- Nichts gefunden? Man kann auch versuchen, einen bekannten (Werbe-)spruch etwas für seine Zwecke abzuändern. Oftmals sehr effektiv!
- Ihr könnt auch probieren, etwas Abstraktes zu wählen. Oft helfen euch Alltagsgegenstände und ein kleiner Wortdreher!
- Nicht übertreiben! Wie auch überall sonst gilt: Nicht zu viel des Guten machen. Es muss noch halbwegs einfach und verständlich für jeden Durchschnittsmenschen sein und nicht zu überzogen!
Als einige kleine Beispiele möchte ich anführen (nur Inspirationshilfen, ich hab mir keine große Mühe gegeben
):
- Für einen explosiven i7! (der i7 ist ein neuer Quadcore-Prozessor von Intel, der bestimmt noch an Beliebtheit gewinnen wird. Übrigens auch sehr Übertaktungsfreundlich! In diesem Fall ginge es auch primär um den “i7″)
- Chattest du noch, oder twitterst du schon? (eventuell schon ein wenig zu langatmig. Aber so einen Untertitel könnte man z.B. einem Twitterblog geben. “twitterst” könnte man dabei noch grafisch irgendwie hervorheben)
- Der Apfelentsafter (Irgendwo ein Logo von Apple würde deutlich machen, dass es um jenes kalifornisches Unternehmen gehen würde.)
Der Höhepunkt
Manchem wird es bereits in die Quere gekommen sein, der andere wird es fürchten. Wenn unter meinen Lesern ein Kriminalkomissar sein sollte (wenn ja, bitte melden
), so wird dieser Punkt bestimmt nichts Besonderes für diesen sein – Polizeibeamte sind ständig gefordert, sich in die Rolle eines Täters zu versetzen. So müssen auch die Blogger ihr Geschäft angehen: Ihr (als Blogger) wollt dem Besucher Handschellen anlegen, ihn fesseln und ins Gefängnis schmeißen! Am besten, er kommt gar nicht mehr von eurer Seite mehr runter! Leider stehen euch dabei nicht die Mittel zur Verfügung, welche der Staatsgewalt “Polizei” zur Verfügung stehen.
Also müsst ihr es noch psychologischer angehen (übrigens: was glaubt ihr, wieviel Psychologie in eurem nächstgelegenen real steckt? Ich sage euch: sehr, sehr, sehr seeeehr viel…). Versetzt euch in in euren Besucher: Wie denkt er? Warum abonniert er euren Feed? Wann klickt er auf Werbung? Was denkt er beim Lesen eurer Artikel? Sind die Artikel für ihn interessant? Wie viel Zeit ist er bereit in euren Blog zu stecken?
Um all diese Fragen zu beantworten, braucht ihr viel Vorstellungsvermögen und Übung. Bittet z.B. mal einfach einen guten Freund, auf eure Seite zu gehen (nehmt dabei nicht immer die Homepage, wählt doch einmal einfach irgendeinen zufälligen Artikel – gesetz dem Fall es wär ein Google Besucher. Und sagt ihm auch nicht unbedingt, dass es eure Seite ist). Beobachtet die Reaktionen eures Freundes. Was tut er? Findet er die Seite gut? Fragt er, worum sie sich dreht? Liest er den Artikel ganz durch oder will er so schnell wie möglich wieder zurück zu seiner vorigen Tätigkeit zurückkehren? Versucht, all diese Fragen im Voraus bereits zu beantworten und prüft euch selbst.
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